
Bei Beckenbodenübungen denkst du vermutlich zuerst an die klassische Kegelübung und daran, täglich in jeder Alltagssituation den Beckenboden irgendwie anzuspannen – beim Gehen, Stehen, Sitzen etc. Aber oftmals ist unser Beckenboden eh schon viel zu sehr angespannt, weil wir im Alltag viel zu viel zu tun haben und uns oftmals nicht die Zeit für etwas Ruhe nehmen und oft auch nicht gönnen. Und genau hier setzen meine 3 Übungen an.
Denn wieso soll man eine Muskulatur, die eigentlich ein bisschen geschwächt ist und dadurch im Umkehrschluss durch ständiges Anspannen – bewusst und unbewusst – doch wieder schwach wird, noch mehr mit Anspannungsübungen triezen?!
Denn das ist oftmals das Problem: Durch die übermäßige Anspannung wird dein geschwächter Beckenboden noch mehr geschwächt, und das ist genau das, was du eigentlich vermeiden willst.
Denn du möchtest eine Beckenbodenmuskulatur, die auf die Gegebenheiten im Alltag reagiert und auch angemessen in An- und Entspannung arbeitet, ohne dass du ständig daran denken musst. Das ist das Ziel.
Hierfür ist es erstmal gut, eine Verbindung mit deinem Becken und der Beckenbodenmuskulatur aufzubauen. Das geht zunächst ganz einfach mit der Atmung (die gleichzeitig auch noch das Nervensystem beruhigt):
Bei der Einatmung gibt die Beckenbodenmuskulatur elastisch nach – Richtung fußwärts – und bei der Ausatmung wird die Beckenbodenmuskulatur aufgrund des Unterdrucks der Lungen und des Zwerchfells nach oben gezogen
So entsteht ein Rhythmus aus Entspannung/Nachgeben bei der Einatmung und Anspannung/Zusammenziehen bei der Ausatmung durch die ganz normale Atembewegung im Beckenboden
Du möchtest mehr über die Verbindung von Atmung und Beckenboden wissen? Dann lies gern meinen anderen Blogartikel „Atmung und die Verbindung mit dem Beckenboden“.
Diese Übung kannst du als Aufbau zur ersten Übung sehen.
→ Achte bei der Ausführung darauf, dass die Knie stabil bleiben und die Bewegung zentral aus der Becken-Hüft-unteren-Rücken-Region kommt.
Diese Übung kannst du auch als Aufbau zur ersten und zweiten Übung sehen.
→ Achte darauf, dass die Bewegung nur aus dem Beckenbereich kommt und Wirbelsäule, oberer Rücken und Schulterbereich völlig entspannt sind. Diese Körperstrukturen folgen der Bewegung von unten nach oben.
Diese 3 Übungen kannst du täglich ganz einfach in deinen Alltag einbauen. Sie dienen zusätzlich der Verbindung zu dir selbst, deinem Beckenboden und einer Mini-Auszeit, die nur dir gehört.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Üben und Beobachten.
Noch tiefer in Verbindung kommen.
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Physiotherapeutin und Yogalehrerin.
Mit YoPhy begleite ich dich zu mehr Körperbewusstsein und innerer Stabilität.